ANLEITUNG / AUS MEINER PRAXIS

Licht per Funk, Akku ans Stativ.

Mein Wireless-DMX-Aufbau mit USB-C-Empfängern, kleinen Akkupacks und elastischen Klettbändern – und warum nach dem Abend das Laden beginnt.

Wenn Licht an mehreren Stellen im Raum steht, werden die DMX-Kabelwege schnell lang. Meine Lösung ist eine Funkstrecke zu den Stativen. Dort geht es mit kurzen DMX-Kabeln zu den Leuchten weiter.

Warum diese Funkgeräte?

Ich habe mich bewusst für Sender und Empfänger mit USB-C-Anschluss entschieden. Das passt zu meinen Ladegeräten und Akkupacks. Inzwischen sind es zwei Sender und acht Empfänger; die konkreten Geräte stehen unter Wireless DMX in meiner Spielzeugkiste.

Der schöne Fund dabei: Sie funktionieren auch mit meinen U’King Akku-Uplights. Die können das passende Funksignal direkt empfangen und brauchen dafür keinen zusätzlichen Empfänger am Stativ.

Mein Aufbau am Stativ

  1. Empfänger und Akku zusammenbringen. Der Funkempfänger wird über USB-C vom Akkupack versorgt. Die eingebauten Empfänger-Akkus allein halten mir nicht lange genug durch.
  2. Beides befestigen. Mit elastischen Gurtbändern mit Klettverschlüssen befestige ich Akku und Empfänger am Stativ. Die Anschlüsse bleiben erreichbar, die Kabel hängen nicht unter Zug an den Buchsen.
  3. Die Leuchten verbinden. Vom Empfänger geht ein DMX-Kabel zum DMX-Eingang der ersten Leuchte. Weitere Leuchten am Stativ werden über deren DMX-Ausgänge weiterverbunden; am Ende der Kette gehört ein DMX-Abschlussstecker dazu.
  4. Steuerung einrichten und testen. Die passende Funkgruppe wählen, DMX-Adressen und Betriebsarten prüfen und jede Leuchte vom Controller aus ausprobieren.

Dann brauche ich am Stativ nur noch Strom für die Leuchten. Das lange DMX-Kabel vom Controller zum Stativ entfällt. Bei den Akku-Uplights fällt im Betrieb auch die Stromleitung weg, solange ihre Akkus reichen.

Kleine Akkupacks, für mich ausreichend

Kompakter grüner INIU-Akkupack mit Ladestandsanzeige und kurzem USB-C-Kabel

Ich verwende diese kleinen Akkupacks. Sie lassen sich gut mit am Stativ befestigen und reichen für meinen Einsatz aus. Mir geht es dabei vor allem um die handliche Größe und genügend Laufzeit für die Empfänger.

Die Schlaufe am Akku ist gleichzeitig ein USB-C-Kabel. Ein bisschen albern, aber irgendwie praktisch: Das Kabel ist direkt am Akkupack befestigt. Wenn ich mich beim Abbau daran halte, es wieder als Schlaufe einzuhängen, ist es beim nächsten Aufbau gleich dabei. Ein loses Kabel weniger, das irgendwo im Koffer verschwindet.

Wie lange eine Kombination tatsächlich durchhält, probiere ich vor dem Event aus. Ein voller Akku hilft nur, wenn Empfänger, USB-C-Kabel und Stromversorgung auch im laufenden Betrieb zuverlässig zusammenspielen.

Wireless DMX. Aber welches?

Für Wireless DMX gibt es verschiedene Lösungen. Besonders lustig wird es, wenn man einen Lichtwürfel mit eingebautem Wireless DMX hat: Prima, ein Kabel weniger. Aber welches Funksystem braucht man jetzt dafür? In der Produktbeschreibung: Funkstille.

Also vergleichen, ausprobieren und hoffen, dass Sender und Leuchte miteinander reden. Die Kombination, die ich jetzt habe, funktioniert mit meinen U’King-Uplights. Und ich musste nur einmal etwas zurückschicken. Das verbuche ich mal als Erfolg. ;)

Fun Fact: Mein PMI SmokeNINJA PRO V2 hat wieder ein eigenes Funksystem. Na super.

Mehrere Tage: alles wieder laden

Bei einem einzelnen Abend starte ich mit geladenen Geräten. Bei einem mehrtägigen Event muss das am nächsten Tag wieder so sein: Empfänger, Akkupacks und Akku-Leuchten wollen nachgeladen werden. Die Funklösung spart Kabel während des Aufbaus, bringt dafür aber eine Ladeaufgabe nach dem Abend mit.

Genau deshalb hat mein Rack-Koffer so viele USB-C-Anschlüsse. Innen sitzen mehrere Netzteile, außen sind die Ladeanschlüsse erreichbar. Dort kann ich Empfänger und Akkupacks wieder anschließen, ohne jedes Mal einzelne Ladegeräte zusammenzusuchen. Für die Akku-Leuchten gehören ihre passenden Ladegeräte ebenfalls zur Planung.

Genug Ladezeit und ein geeigneter Platz dafür sind bei mehreren Tagen genauso wichtig wie die Steckdosen am Tanzort. Vor dem nächsten Aufbau kontrolliere ich die Ladestände – damit die kabellose Runde auch an Tag zwei wieder mitmacht.